Investitionen in Griechenland

Investitionen in Griechenland (7)

Dienstag, 14 Juli 2020 13:23

Alterssitz am Mittelmeer

geschrieben von

 

 

Athen Die ohnehin für viele verlockende Vorstellung von einem Alterssitz am Mittelmeer wird jetzt noch etwas attraktiver: Die griechische Regierung will Rentner dazu bewegen, ihren Wohnsitz aus dem kühlen Norden in den sonnigen Süden zu verlegen. Und dabei lockt nicht nur das milde Klima.

Wer als Rentner seinen Hauptwohnsitz nach Griechenland verlegt, kommt in den Genuss von Steuervorteilen: Er muss auf seine Rente nur sieben Prozent Einkommensteuer zahlen, unabhängig von der Höhe der Bezüge. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das griechische Kabinett vergangene Woche gebilligt hat. Die Vorlage geht jetzt ins Parlament, das sie noch im Juli verabschieden könnte.

Interessant ist die Regelung, weil die Flatrate nicht nur auf Renten Anwendung findet. „Der Steuersatz von sieben Prozent gilt für alle Einkommen aus dem Ausland, seien es Pensionen oder andere Einnahmen“, sagt Alex Patelis, ökonomischer Chefberater von Ministerpräsident Mitsotakis.

Das lohnt sich vor allem für ausländische Pensionäre, die eine hohe Rente beziehen und außerdem Mieteinnahmen haben oder Kapitalerträge erwirtschaften. Die Flatrate gilt für zehn Jahre. Die Besteuerung erfolgt in Übereinstimmung mit den jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Griechenland und dem Herkunftsstaat, erläutert Patelis.

 

Kein Widerspruch aus der EU erwartet

Voraussetzung ist, dass der Rentner sein Steuerdomizil nach Griechenland verlegt, mindestens 183 Tage im Jahr dort verbringt und in fünf der vergangenen sechs Jahre nicht in Griechenland steuerpflichtig war. Anträge für das Fiskaljahr 2020 nehmen die griechischen Finanzbehörden noch bis zum 30. September entgegen. In den folgenden Jahren läuft die Antragsfrist jeweils am 31. März ab.

Über die Anträge sollen die Behörden binnen 60 Tagen entscheiden. Widerspruch anderer EU-Staaten, denen Steuereinnahmen verloren gehen könnten, erwartet der Mitsotakis-Berater Patelis nicht: „Portugal, Italien, Malta und Zypern haben ähnliche Regelungen.“

Trotz des niedrigen Steuersatzes soll sich die Flatrate für den Finanzminister und die griechische Volkswirtschaft lohnen, denn die Pensionäre geben dann einen Großteil ihrer Einkünfte in Griechenland aus, mieten eine Wohnung, kaufen vielleicht ein Haus, schaffen ein Auto an.

Mitsotakis hatte bereits als Oppositionsführer mehrfach auf die wachsende Bedeutung der sogenannten „Silver Economy“ hingewiesen, der Seniorenwirtschaft. Nach einer Schätzung von Euromonitor liegt aktuell die weltweite Kaufkraft der über 60-Jährigen bei rund 13,5 Billionen Euro. Anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Tourismussaison am 1. Juli ging der griechische Premier erneut auf das Thema ein: „Die gesamte Silver Economy bietet unserem Land großartige Möglichkeiten.“

 

Im Wettbewerb um wohlhabende Rentner möchte Griechenland auch mit seinem erfolgreichen Corona-Krisenmanagement punkten. Regierungsberater Patelis erklärt: „Die Steueranreize sind nur ein Teil des Gesamtpakets.“

Genauso wichtig sei, dass Griechenland jetzt seine digitale Infrastruktur ausbaue, das Gesundheitssystem modernisiere und eine „grüne Agenda“ umsetze. Patelis spricht von einem „neuen Image der Kompetenz“, das es jetzt zu projizieren gelte. „Wenn uns das gelingt, werden Menschen und Kapital kommen.“

Artikel lesen beim  Handelsblatt

https://www.handelsblatt.com/politik/international/silver-economy-griechenland-wirbt-mit-steuerflatrate-um-rentner/26000358.html?ticket=ST-4481118-bARcNgapjz2fkYYUxKdW-ap5

 

Dienstag, 25 September 2018 16:16

Zunehmende Mietpreise in Griechenland

geschrieben von

Diese Situation hinge vor allem mit dem geringen Angebot an Immobilien zusammen; diese wiederrum liege an der verstärkten kurzzeitigen Vermietung von Wohnungen vor allem in Städten, so RE/MAX.
In Attika verzeichneten die Mietpreise ein Plus von 6,9 % im Vergleich zu 2017; in Thessaloniki +14,4 %, Alexandroupolis (+17 %), Patras (+15 %), Sparta (+14 %) und im restlichen Land durchschnittlich +7,1 %.
In Attika gab es lediglich in den Nobelvororten Nea Erythräa und Ekali ein Minus von 9 % bzw. 8,5 %. In den Athener Vororten Maroussi, Chalandri und Filothei wurde ein Plus von über 14 % errechnet.
Was das Athener Zentrum angeht, so verzeichneten die Mietpreise in Exarchia und Koukaki ein nahezu schwindelerregendes Plus von bis zu 35 %.
Auch in Thessaloniki muss der Mieter wesentlich mehr Geld auf den Tisch blättern: In der Oberstadt „Ano Poli“ stiegen die Preise um bis zu 21 %.
Am beliebtesten sind landesweit kleine Appartements mit einem bis zwei Schlafzimmern. Die Mieter präferieren zudem eine autonome Heizung, wenn möglich mit Gas sowie einen verfügbaren Parkplatz. (Griechenland Zeitung / eh)

Sonntag, 24 Juni 2018 17:52

Die griechische Krise ist heute Abend vorbei

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Die Eurofinanzminister haben gestern eine letzte, große Finanzspritze sowie weitere Schuldenerleichterungen für Griechenland beschlossen.

Sie hoffen darauf, dass Griechenland nach Auslaufen des dritten Hilfsprogramms im August endlich an die Finanzmärkte zurückkehren kann und nicht länger auf europäische Unterstützung angewiesen ist.

Mittwoch, 25 April 2018 22:01

Griechenland übertrifft Vorgaben

geschrieben von

Gut sieben Milliarden Euro Überschuss hat Griechenland 2017 erzielt - und damit die Vorgaben der Geldgeber deutlich übertroffen.

Der Primärüberschuss betrug mehr als doppelt so viel wie gefordert.

Arm im Aufschwung

Für die Touristen am Hafen von Piräus ist es gleich geschafft: Mit ihren Rollkoffern und Rucksäcken drängen sie durch die spätsommerliche Wärme zu den Anlegern, von hier geht es nach Paros, Naxos, Santorin, Kreta und wie die Inseln alle heißen. Wie es nur ein paar Meter weiter aussieht, interessiert die unbeschwerten Urlauber sicher nicht. Den Kleintransporter, den Erwin Schrümpf durch das Getümmel steuert, nehmen sie nicht wahr. Bis unters Dach ist der Wagen vollgepackt mit Hilfsgütern: Medikamente, Babynahrung, Windeln, Verbandsmaterial, medizinische Geräte. "Auf den ersten Blick pulsiert hier das Leben", sagt der Österreicher. "Aber das ist nur Fassade." Seit fünf Jahren versucht er mit seinem Verein Griechenlandhilfe die größte Not zu lindern.

Von , Athen

Freitag, 01 Dezember 2017 17:47

Macron ruft zu europäischen Investitionen auf

geschrieben von

Athen

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die europäischen Unternehmen auch angesichts chinesischer Wettbewerber zu Investitionen in Griechenland aufrufen. Mit Blick auf die Verpachtung des größten griechischen Hafens Piräus an die chinesische Cosco sagte Macron am Freitag, es könne nicht sein, dass außereuropäische Unternehmen in Griechenland investierten und europäische nicht. „Das zeigt, dass wir Europäer nicht an uns selbst glauben“, sagte Macron vor Unternehmern in Athen.

 

Französische Unternehmen sondieren die Möglichkeiten für Investitionen vor allem in den Bereichen Transport und Energie. Ein französisch geführtes Konsortium hat Interesse, den zweitgrößten Hafen in Thessaloniki zu pachten. Eine französische Erdgas- und Erdölfirma würde gerne fossile Lagerstätten im Ionischen Meer und südlich von Kreta erkunden. Franzosen prüften zudem eine Beteiligung am staatlichen Stromkonzern DEI, hieß es aus Kreisen des Athener Wirtschaftsministeriums.

 

Macron hatte am Vortag bei einer Rede vor der Akropolis von Athen, dem Wahrzeichen der Demokratie, eine Neugründung Europas gefordert. Die Bürger und nicht Technokraten und Bürokraten hinter verschlossenen Türen sollten darüber entscheiden. Sonst werde Europa das Vertrauen seiner Bürger verlieren und auseinanderbrechen, meinte Macron.

 

Artikel In Handelsblatt weitrlesen

 

Donnerstag, 12 Oktober 2017 20:26

Warum China Milliarden in Griechenland investiert

geschrieben von

Chance oder Risiko? Wie man es nimmt

Heute weht die chinesische Fahne neben der griechischen am Gebäude der Hafengesellschaft. Captain Fu herrscht als Chef über 37 Küstenkilometer reger Geschäftigkeit. "Griechenland ist das Tor zu Europa", sagt Captain Fu. Er hat seinen Fuß in die Tür geschoben.

Artikel In der Süddeutsche Zeitung weitrlesen